Ausstellung in der Galerie Hollerhaus, 2010

... Wie schön ist das Oberland, wenn es prall, mit verschwenderischen Farben aber reduziert gemalt wird. Eine Kunst, die Reinhild Stötzel beherrscht. ...

 

... Doch hat sie eine vollkommen andere Bildsprache, die so gar nicht akademisch ist, aber im besten Sinne malerisch, fast naiv und doch sorgfältig komponiert. Sie braucht keinen Vordergrund, damit Tiefe entsteht und ein weiter Blick in die Landschaft. ...

 

... Was so pastos aussieht, sind bei näherer Betrachtung Pinselstriche mit relativ dünn aufgetragenen Ölfarben, bei denen die etwas gröbere Leinwand mitspielt. So schafft sie Leichtigkeit, die den sanften Hügeln, der perlenden Alpenkette, Wäldern, Dörfern, Höfen oder stillen Seen gut bekommt. Licht- und Schatteneffekte kommen ausschließlich durch Valeurs zustande – eine Technik, die viel Erfahrung voraussetzt. ...

 

Was überzeugt: Ihre klare, transparente Malweise und der entspannte aber nicht idealisierte Blick auf die schöne Gegend, in der wir leben. ...

 

aus: Süddeutsche Zeitung vom 27.10.2010 (Barbara Szymanski)