Ausstellung in der Galerie Hollerhaus, Mai 2013

"(...) 'Nature vivante', lebendige Natur, könnte eines der Leitmotive der Künstlerin heißen, im Gegensatz zu 'nature morte', der toten Natur, die normalerweise in Stillleben dominiert. Denn Stötzels Zitronen leuchten so frisch, die Kirschen wirken so knackig und verführerisch wie frisch gepflückt auf den Tisch gekullert. 

Berührend sind auch ihre Landschaftsbilder der Umgebung: Die Ebenhausener Lindenstraße im April etwa lockt mit Ihrer frisch erblühten Leichtigkeit, über den Ickinger Feldern im Juli meint man fast, die Sommerbrise zu spüren. Von Ruhe geprägt ist das Motiv von einem Bootshaus am Starnberger See, überbordend dabei die Herbstfarben.

 

Trefflich sind Stötzels Szenen und Momentaufnahmen von Schulkindern in der St.-Anna-Serie: mal mit Murmelbahn, mal an der Schaukel oder Jungs, die es eilig haben. Und von kühler, klarer Präsenz und vollkommener Unaufgeregtheit der Natur zeugen ihre Winterbilder, wenn die Landschaft völlig in sich ruht.

 

Ein großes Spektrum also, von Landschaftsbildern, Stillleben über Früchtebilder, Portraits bis hin zu Werken, "die die Inspiration durch große Meister wie Gerhard Richter auf ganz eigene Weise in sich tragen", wie die Hausherrin und Galeristin Lia Schneider Stöckl in ihrer Einführung anmerkte. (...)"

 

aus: Münchner Merkur vom 8./9.5.2013 (Claudia Koestler)

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